Alle Jahre wieder… werden Tiere zu Weihnachten verschenkt. Das große Entzücken über den tierischen Familienzuwachs weicht jedoch sehr oft schnell der Ernüchterung. Die Kinder, die zuerst so motiviert schienen, regelmäßig mit dem neuen Hund Gassi zu gehen, verlieren schon kurz danach das Interesse. Die heiß ersehnte Katze zerkratzt die Möbel, weil die Wohnung eigentlich gar nicht tiergerecht ist. Aus diesen und vielen anderen Gründen landen Jahr für Jahr viele Vierbeiner in Tierheimen oder sogar auf der Straße. VIER PFOTEN warnt daher auch heuer wieder ausdrücklich vor unüberlegten Schnellschüssen.
„Viele Menschen werden sich zu spät bewusst, dass ein Haustier mit der eigenen Lebenssituation eigentlich gar nicht kompatibel, ja sogar eine Last ist. Für das Tier ist es aber echte Tragödie, wenn es wieder weggegeben wird oder vielleicht einfach links liegen gelassen wird. Die Anschaffung eines Haustiers darf daher keine leichtfertige Entscheidung sein. Wer ein Tier verschenkt, verschenkt ein Leben.“
Veronika Weissenböck, VIER PFOTEN Kampagnenleiterin
Um ein Tier zu halten, müssen zahlreiche Faktoren in Betracht gezogen werden. „Ich muss mir überlegen, ob es zu meiner Familiensituation und zum Lebensstil passt, ob ich die Kosten für Tierarzt, Futter und Pflege langfristig aufbringen kann. Außerdem ist längerfristig auch wichtig, ob ich das Tier in den Urlaub mitnehmen oder eine Betreuung in dieser Zeit organisieren kann. Nicht zuletzt ist auch die Frage, ob es in der Familie eine Allergie gegen Tierhaare gibt, wichtig. Es muss klar sein: Entscheide ich mich schließlich für die Anschaffung, bin ich für das Tier für dessen ganze Lebensdauer verantwortlich, und das können bei vielen Tierarten bis zu 15 Jahre oder sogar länger sein“, erklärt Weissenböck.
Finanzieller Aspekt der Haustierhaltung
Jedes Jahr berichten Tierheime von Kapazitäts- und Personalproblemen durch die große Zahl an Tieren, die spätestens zu Beginn der Urlaubssaison im kommenden Jahr gebracht werden. Noch tragischer ist es aber, wenn die Tiere ausgesetzt oder anderweitig „entsorgt“ werden. „Das Aussetzen von Tieren gilt als Tierquälerei und wird mit Verwaltungsstrafen von bis zu 7.500 Euro und sogar Freiheitsstrafen von bis zu zwei Jahren geahndet“, so Weissenböck. „Trotzdem passiert es leider immer wieder.“
Wer sich nach reiflicher Überlegung für die Anschaffung eines Heimtiers entschieden hat, sollte sich zunächst in einem Tierheim umschauen. Dort warten unzählige Vierbeiner sehnsüchtig auf ein neues Zuhause, und geschulte Mitarbeiter:innen helfen dabei, ein passendes Familienmitglied zu finden. „Schaffen Sie sich bitte niemals ein Tier aus Mitleid an, und lassen Sie sich nicht auf Käufe per Mausklick im Internet ein. Hinter vielen Online-Angeboten, insbesondere für Rassewelpen, verbirgt sich oftmals illegaler Welpenhandel. Diese Tiere stammen häufig von Zuchtfarmen mit furchtbaren Haltungsbedingungen und leiden oft unter Krankheiten“, weiß Weissenböck.
Geschenkidee für Tierfreunde
Wer noch ein sinnvolles und nachhaltiges Geschenk sucht, ist mit einer Tierpatenschaft von VIER PFOTEN gut beraten. Mit einem monatlichen Beitrag von 20 Euro kann man Freunden und Verwandten die Betreuung von Tieren schenken: Bären, Löwen und Streunerhunde bekommen so die Chance, ein artgemäßes Leben zu führen. VIER PFOTEN Tierpaten erhalten neben der Patenschaftsurkunde regelmäßige Informationen über ihre Schützlinge und die Projekte.
Tierpatenschaften von VIER PFOTEN
Quelle VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz am 14. Dezember 2025

